09
2018

MAXs BEST PRACTICE part 1 + 2

HERZLICH WILLKOMMEN 🙂

Hier möchten wir Ihnen nun die ersten beiden Ansätze aus unserer MAX’s BEST PRACTICE Serie zum Thema „PROGRESSIONSLÄNGE“ vorstellen:

 

1. DIE FASSUNGSBEZOGENE PROGRESSIONSLÄNGE

Bei der Definition der fassungsbezogenen Progressionslänge legen wir den Schwerpunkt darauf, dass sich der Lesebereich eines Gleitsichtglases immer innerhalb der Brillenfassung befindet, egal ob es sich um eine große oder kleine Brillenfassung handelt.

Die Progressionslänge wird so definiert und produziert, dass der „nutzbare“ oder zumindest „ein nutzbarer“ Lesebereich innerhalb der Brillenfassung liegt und nicht abgeschnitten wird.

Basierend auf der Einschleifhöhe und der Scheibenform wird die Progressionslänge berechnet und anschließend produziert.

Ausnahmen sind hier sehr schmale Brillenfasssungen, da in vielen Fällen „extra kurze Progressionslängen“ nicht verfügbar sind (Progressionslängen < 13mm). In diesen Fällen besteht die Gefahr, dass sich ein Großteil des Lesebereichs außerhalb der Fassung befindet und im Endeffekt weggeschliffen wird.

 

Die fassungsbezogene Progressionslänge soll sicherstellen, dass alle Sehbereiche in der fertigen Brille immer erhalten bleiben.

 

 

2. DIE PHYSIOLOGISCHE PROGRESSIONSLÄNGE

Im Gegensatz zur fassungsbezogenen Progressionslänge richtet sich die physiologische Progressionslänge vor allem an der Kopf- und Körperhaltung des Trägers aus. Eine große Brillenfassung setzt hier nicht automatisch eine lange Progressionslänge voraus. Vielmehr spielt bei der Betrachtung der physiologischen Progressionslänge das Blickverhalten und die Kopfneigung eine wesentliche Rolle.

Gleitsichtglasträger die mehrheitlich den Kopf zum Lesen neigen
beanspruchen eine kürzere Progressionslänge
als Träger, die eher eine Blicksenkung mit den Augen vornehmen.

Die richtige Wahl der Brillenfassung trägt wesentlich dazu bei, dass der Träger seine natürliche gewohnte Kopf- und Körperhaltung als auch seine Blickbewegungenerhalten kann.
Zwingt beispielsweise eine zu schmale Brillenfassung den Träger eine nicht gewohnte Lesesituation auf, ist eine Ein- und Umgewöhnungsphase zu berücksichtigen.

PRAXIS TIPP

Eine erfolgreich getragene Progressionslänge sollte beim Neukauf erhalten bleiben

Eine schmale Brillenfassung mit einer kritischen Progressionslänge ist dann erfolgreich, wenn der Träger sich bewusst ist, dass es dadurch Einschränkungen im Lesebereich geben kann.


GUT ZU BEACHTEN:

Wurde die letzte Progressionslänge fassungsbezogen definiert und Sie möchten die Progressionslänge erhalten, dann wählen Sie eine Brillenfassung deren neue Einschleifhöhe möglichst der alten Einschleifhöhe entspricht.


VORSICHT! Verschiedenste Mess- und Zentriertools bieten die Möglichkeit an, die Progressionslänge zu ermitteln. Die Grundlage für diese ermittelte Progressionslänge ist die Messung der Fern-PD und dem Durchblickspunkt in der Lesesituation. Die Herausforderung besteht darin, nun bei der Anpassung eine möglichst natürliche Lesesituation (iPad-Haltung) zu erreichen beziehungsweise so gut wie möglich  zu simulieren.


 

Wir freuen uns über IHR FEEDBACK & IHRE FRAGEN – wenn Sie diese Thematik gerne vertiefen möchten, stehe ich Ihnen und Ihren Mitarbeitern gerne für massgeschneiderte Schulungsprogramme in Ihrem Betrieb zur Verfügung. Unser Profi MAX ist selbstverständlich mit an Board 😉

ANDREA SEDLAK

andrea.sedlak@lasereyelens.com

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