10
2018

Und weiter gehts mit MAX’s BEST PRACTICE 3 & 4

Heute vertiefen wir in unserer MAX’s BEST PRACTICE Serie zum Thema „PROGRESSIONSLÄNGE“ zwei wesentliche Faktoren für die optimale Kundenzufriedenheit:

Die ERFAHRUNGSBEZOGENE und die ERFOLGSERWARTENDE PROGRESSIONSLÄNGE

Jeder von uns hat seine Lieblingsprodukte und die damit bevorzugten technischen Parameter. So verhält es sich auch mit der Progressionslänge. Die erfahrungsbedingte Progressionslänge kann auch als praxiserprobte Progressionslänge gesehen werden. Sie gibt dem fertigen Produkt Ihre persönliche Note.

In der Regel besteht zwischen Ihrer erfahrungserprobten Progressionslänge, dem Gleitsichtglastyp und der bevorzugten Anpassmethode eine Verbindung. Nicht selten spielt dabei auch noch die Addition eine ergänzende Rolle.

Aus Sicht des Brillenträgers ist es sinnvoll, eine gut angenommene Progressionslänge auch für die neue Brille zu übernehmen – sofern nicht andere Argumente eindeutig für eine Änderung sprechen. 

Aus der Trageerfahrung heraus, weiß der Brillenträger in welcher Seh-Situation er welche Position (Körper und Augen) einnehmen muss, um mit seiner Gleitsichtbrille gut sehen zu können. Diese eingelernten Muster sollten möglichst erhalten bleiben und die Progressionslänge spielt dabei eine wesentliche Rolle.

Um die erfolgversprechendste Progressionslänge für eine neue Brille zu finden, ist die Zufriedenheit mit der aktuellen Brille (Brillenfassung & Brillenglas) zu hinterfragen.

Gibt es nun vom Brillenträger Wünsche, die eindeutig eine visuelle (Ver)Änderung und Neuadaption mit sich bringen, muss das nicht gleich ein Ausschlusskriterium sein. Kompromissbereitschaft und ein gutes Stück Motivation des Kunden in Bezug auf eine Neugewöhnung ist aber sicherlich gefragt!

 

PRAXIS TIPP

Die Progressionslänge und der daraus entstehende nutzbare Lesebereich ist von der Brillenfassung abhängig. Wenn Sie schon vor der Fassungsauswahl die Zufriedenheit mit der aktuellen Brille kennen, kann dieses Wissen perfekt in die neue Brillenfassung einfließen – mit all seinen positiven Argumenten.

 

GUT ZU WISSEN 

Gehen Sie gedanklich immer die zu erwartenden Vorteile und Veränderungen durch und bewerten Sie diese für sich:

  • Zum Beispiel: Eine kleinere Brillenfassung verlangt eine kürzere Progressionslänge, als jene die der Kunde bis jetzt erfolgreich getragen hat. Ist der Kunde bereit eine kurzzeitige visuelle Veränderung „mitzutragen“?

Wie verändert sich die Nutzung seiner neuen Gleitsichtbrille am Arbeitsplatz? Wird er seine gewohnte Bildschirmbreite auch mit der höheren Addition noch lesen können?

 

VORSICHT!

Wenn Parameter abgeändert werden, dann betrifft es erfahrungsgemäß vorwiegend Addition und Progressionslänge. Eine Änderung der Progressionslänge um 1mm klingt zwar nach „nicht viel“, kann aber für den Träger ab ca Add 1,75 eine neue, nicht zuerwartende oder unerwünschte Sehanpassung mit sich bringen.

Eine viertel Dioptrie mehr Addition wird normalerweise von Kunden visuell gut umgesetzt. Eine halbe Dioptrie mehr Addition bringt oft schon wahrnehmbare Veränderungen mit sich, die zu berücksichtigen sind. Auch hierbei ist die magische Grenze die Addition 1,75.

 

Bei der Kommunikation von „fachspezifischen Informationen“gegenüber dem Kunden ist Fingerspitzengefühl gefragt:

 

Die Beratung sollte informativ und klar kommuniziert sein, ohne den Brillenträger zu verunsichern.

Exzellentes Service zeichnet sich dadurch aus, dass die zukünftige Gleitsichtglasbrille mit all Ihren Vor- und Nachteilen (die durch kundenspezifische Eigenheiten entstehen könnten) offen und einfach verständlich im Beratungsgespräch erklärt wird.

Wenn Sie diese Thematik professionell erarbeiten möchten, stehe ich Ihnen und Ihren Mitarbeitern gerne für massgeschneiderte Schulungsprogramme in Ihrem Betrieb zur Verfügung.

Unser Profi MAX ist selbstverständlich mit an Board 😉

ANDREA SEDLAK

Comment
0

Leave a reply