03
2016

3D Refraktion: Zuerst refraktionieren, dann korrigieren!

Beim 3D-Refraktionieren erfolgt die gesamte Brillenglasbestimmung unter binokularen Bedingungen, jedoch unter Einzelbetrachtung des jeweiligen Auges. Es bildet das tatsächliche Seherlebnis nach, denn der natürliche Blick erfolgt mit beiden Augen. Das klassische Abdecken eines Auges entfällt, und ermöglicht so auch eine exaktere Bestimmung des realen Sehens. Das Resultat sind genauere Ergebnisse. Aus der Praxis kann ich das nur bestätigen. Bei der 3D Refraktion ist es möglich schon zu Beginn erkannte Heterophorien zu korrigieren, und so folgendes Phänomen zu verhindern:

Beispiel aus der Praxis:
Kompensierte Exophorie führt zu Myopisierung

Träger einer schwachen Minusbrille kommt zur Refraktion da das Sehen im Nahbereich (SMS, Lesen) zunehmend schwerer wird. Vorgeschichte und Kundendaten: 40 Jahre alt, seit mehr als 15 Jahren wird eine Fernbrille mit folgenden Daten getragen:

R -0,25 -0,25 90
L -0,25 -0,50 95

Exophorie bekannt; Versorgung wurde damals als nicht notwendig erachtet, weil gutes Stereo-Sehen vorhanden war und es keine weitere Veranlassung aus der Anamnese ergab.

Wie wäre Ihre Prognose für diesen Kunden? Jungprespyoper oder Fehlrefraktion?

Tatsächlich hat die kompensierte Exophorie zu einer Myopisierung geführt, die in der Vergangenheit mit einer Minusbrille korrigiert wurde. Wird die Exophorie schon bei Refraktionsbeginn berücksichtigt und korrigiert, ergeben sich folgende neue Refraktionswerte:

R +0,25 –0,25 90
L +0,25 -0,25 95 5cm/m Innen


Laser Eye Lens Tipp:

Die Konvergenz steht in engem Zusammenhang mit der Akkommodation, daher kann eine nicht kompensierte Exophorie im schlimmsten Fall zu einer Myopisierung führen. Bei der 3D-Refraktion können Heterophorien sofort erkannt und korrigiert werden!

⇒ Laser Eye Lens bietet Schulungen zum richtigen Refraktionieren an. Kontaktieren Sie uns!

Weitere Informationen zum Thema PASKAL 3D-Refraktion finden Sie unter www.paskal3d.com.